Bodenseeklima

Wen man an einem schönen Sommer- oder milden Herbstabend an einer der zahlreichen Uferpromenade des Bodensees sitzt und den Sonnenuntergang geniest, fühlt sich wie am Mittelmeer und sieht den Traum vom Süden schon hier, nördlich der Alpen erfüllt. Denn der See bietet Mensch und Tier einen fast mediterranen Lebensraum mit warmen Sommern und relativ milden Wintern.

In den Sommermonaten wird die Lufttemperatur am Bodensee durch die Wassertemperatur im See abgekühlt. Dadurch befinden sich die Temperaturwerte überwiegend zwischen 25 und 30 Grad Celcius im Sommer. Dabei weht vom See her meist eine kühle Brise.

Durch die Alpennähe entstehen bei Gewittern gefährliche Fallwinde welche dann einen hohen Wellengang entstehen lassen. Aus diesem Grund ist der Bodensee für Wassersportler nicht ganz ungefährlich aber dennoch sehr interessant. Ein Unwetter Frühwarnsystem welches an den Ufern um den ganzen See installiert ist, soll mit Leuchtsignalen helfen die Gefahr zu minimieren.

Durch das angenehm milde Bodenseeklima haben auch mediterrane Pflanzen und Bäume aus der Mittelmeerregion eine Chance sich am Bodensee zu entwickeln.

In den Wintermonaten ist der Bodensee ein Wärmespeicher. Dadurch gibt es am Bodensee kaum extrem niedrige Temperaturen und auch die Frosttage sind deutlich geringer als in anderen Regionen. Leider hat dies auch einen Nachteil. Es gibt während der Wintermonate am Bodensee großflächigen Nebel und Hochnebel, der sich auch über Tage, teils auch Wochen halten kann. Der Bodensee bietet im Winter manchmal auch ein kleines Naturschauspiel. Die sogenannte „Seegfrörne“, fand in der Geschichte des Bodensees bereits schon 32-mal statt. Dabei fror der See komplett zu, so dass ein komplettes Begehen des Sees möglich ist. Zuletzt fand das in dem sehr kalten Winter 1962/63 statt. Teile des Untersees frieren dabei eher zu, da die Wassertiefe dort wesentlich geringer ist als am Obersee.